Willkommen
Liebe Festival-Besucher, liebe Akteure und Organisatoren,
als Teilzeit-Berliner freue ich mich besonders darüber, die Schirmherrschaft für die diesjährigen 48 STUNDEN NEUKÖLLN übernehmen zu dürfen. Ein tolles Festival und der Beweis, dass Neukölln mehr zu bieten hat, als das vermeintlich Bekannte, und dass hier ein riesiges kreatives Potenzial zuhause ist.
Als Hamburger und alter Kiezianer weiß ich, wie einen manche Leute anschauen, wenn man sagt, man wohne seit 20 Jahren auf St.Pauli. Noch merkwürdiger schauen sie, wenn man sagt, dass man dort auch noch sehr gern wohnt und noch nicht überfallen oder verprügelt wurde. Die gleichen Reaktionen hatte ich als ich erzählte, dass ich Neukölln klasse finde und überlege hierher zu ziehen.
Wo 165 verschieden Nationen zusammen wohnen und jeder vierte arbeitslos ist, gibt es nun mal Probleme, zum Teil sogar wirklich heftige. „Kolay bi lokma degil“ sagt man auf türkisch, was soviel heißt wie „keine leichte Sache“.
Aber das alleine macht doch Neukölln nicht aus! Ich jedenfalls finde diesen Stadtteil mit all seiner bunten Vielfalt sehr spannend, ebenso das Festival: Die Stadtteilführungen der Mädels von Route 44, das Theaterstück „Arabboy“ , der Wochenmarkt Markt am Karl-Marx-Platz, das Puppentheater-Museum.
Ich mag das Stadtbad Neukölln, die Bethlehemskirche, das jüdische Theater Bimah und die Sehitlik Moschee. Ich liebe den Heimathafen im Saalbau. Wenn ich in einem so schönen alten Berliner Ballsaal Istanbuler Ballhauslieder singe und Türken und Deutsche gemeinsam jubeln, dann ist Neukölln wunderbar!
Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg und den Besuchern spannende und vielseitige 48 Stunden!
Basarilar dilerim !
Mario Rispo
