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Rückblick auf die 48 Stunden Neukölln 2009

Eindrücke des 11. Kunst- und Kulturfestival können Sie in der Galerie 2009 bekommen. Präsentationen der letzten Jahre finden Sie in unserem Archiv.

Vorschau auf die 48 Stunden Neukölln 2010

Das 12. Kunst- und Kulturfestival findet vom 25. bis 27. Juni 2010 statt.


Charta der 48 Stunden Neukölln

Allgemeines

  • 48 Stunden Neukölln ist Berlins größtes Kunst- und Kulturfestival, das jährlich Ende Juni stattfindet.
  • Veranstalter des Gesamtfestivals ist das Kulturnetzwerk Neukölln e.V.
  • Die Dauer der Veranstaltung ist auf 48 Stunden begrenzt (Freitag 19.00 bis Sonntag 19.00 Uhr). Alle Einzelveranstaltungen müssen innerhalb dieses Zeitraums beginnen, stattfinden und abgeschlossen sein. (Ausnahme: z. B. Ausstellungen, die an Tagen außerhalb der 48 Stunden Neukölln beginnen bzw. fortgesetzt werden)
  • Die Austragungsorte liegen in der Neuköllner „Altstadt“ (also nördlich des S-Bahn-Rings und südlich davon in „Hörweite“ der S-Bahn).
  • Jährlich wird ein neues Gesamtmotto gewählt, an dem sich die beteiligten KünstlerInnen orientieren können, aber nicht müssen.
  • Erwünscht ist, dass für die 48 Stunden Neukölln neue Projekte und Beiträge entwickelt werden.

Zielsetzung

  • Ziel von 48 Stunden Neukölln ist es, Kunst und Kultur in Neukölln zu stärken und in Neukölln ansässigen wie auswärtigen Künstlern eine Plattform für kreative Arbeit zu geben.
  • Im Festival sollen insbesondere innovative Modelle der Kulturvermittlung und Kunstpräsentation (vor allem im öffentlichen Raum) erprobt und realisiert werden.
  • Das Ziel ist, möglichst alle Bevölkerungsteile und -gruppen anzusprechen und in kulturelle Prozesse zu involvieren.
  • Das Festival versteht sich als weltoffen und experimentierfreudig.
  • Neukölln soll als Standort für die Entstehung und zeitgemäße Präsentation von Kunst und Kultur weiter gestärkt werden.
  • Die KünstlerInnen sind aufgefordert, für die 48 Stunden Neukölln neue Projekte und Beiträge zu entwickeln.

Selbstverständnis

  • Das Festival 48 Stunden Neukölln versteht sich als offenes Forum für die Präsentation von Kunst und Kultur und ist dabei besonders demokratischen Strukturen verpflichtet.
  • Das Festival 48 Stunden Neukölln will das kulturellen Miteinander unterschiedlicher Ethnien und gesellschaftlicher Gruppierungen zu stärken. Ein Toleranzgedanke sollte allen Veranstaltungen gemein sein.
  • Das Festival 48 Stunden Neukölln ist nichtkommerziell ausgerichtet.
  • Das Festival 48 Stunden Neukölln ist überparteilich.

Teilnahmebedingungen

  • Zur Teilnahme anmelden können sich Institutionen, Projekträume, Künstlergruppen und Einzelpersonen.
  • Eine Jurierung der Anmeldungen und geplanten Veranstaltungen findet nicht statt.
  • Veranstaltungen sollten in der Regel für die BesucherInnen kostenfrei sein.
  • Die am Festival teilnehmenden Veranstaltungsorte (Mitveranstalter) sind für die Planung, Finanzierung und Durchführung ihrer eigenen Programme selbst verantwortlich; sowohl in künstlerischer wie auch in juristischer Hinsicht. Näheres regelt die Kooperationsvereinbarung.
  • KünstlerInnen sollten für ihre Teilnahme am Festival keine zusätzlichen Kosten entstehen. Weitere Umlagen von Seiten der Mitveranstalter (mit Ausnehme von anteiliger Raummiete und Nebenkosten) sind nicht zulässig.
  • Die KünstlerInnen sind für die Suche nach einem geeigneten Raum selbst verantwortlich; sie werden dabei auf Wunsch (und je nach den Möglichkeiten) vom Projektteam und den Kunstfilialen unterstützt.

Ausschlusskriterien zur Teilnahme am Festival

Das Projektteam und die Kunstfilialen behalten sich vor, Veranstaltungen auszuschließen, wenn sie gegen folgende Kriterien verstoßen:

  • Anmelde- und Redaktionsschluss sind verbindlich.
  • Veranstaltungen mit eindeutig kommerziellem Angebot oder mit dezidiert parteipolitischen oder religiös missionarischen Inhalten werden von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Jeder Künstler / jede Künstlerin darf nur an einem Ort im Festival präsent sein.
  • Eine geplante Wiederholung von Projekten, die bereits im Festival gezeigt wurden, führt zum Ausschluss.
  • Das Nichteinhalten von Öffnungszeiten und anderer wichtiger Absprachen führt zum Ausschluss von weiteren Teilnahmen am Festival.
  • Veranstaltungen (z.B. Konzerte, Performances), die vor dem Festival beginnen oder länger als das Festival dauern, werden in diesem Zeitraum nicht in das Programm aufgenommen.

Finanzen

  • 48 Stunden Neukölln ist ein Projekt eines chronisch unterfinanzierten gemeinnützigen Vereins.
  • Es werden weder Honorare noch Künstlermaterialien vom Veranstalter gezahlt.
  • Ein Anspruch auf Kostenübernahme durch das Kulturnetzwerk Neukölln besteht in keinem Fall.
  • Künstler können sich auf die Teilnahme an konkreten und eng umrissenen Projektreihen bewerben, soweit diese durch Drittmittel finanziert sind.

Struktur der Festivalleitung

Das Projektteam 48 Stunden Neukölln setzt sich aus dem/der Festivalleiter/in und MitarbeiterInnen des Kulturnetzwerk Neukölln e.V. zusammen.

Die eigenständigen, mit dem Projektteam kooperierenden „Kunstfilialen“ (räumliche Teilgebiete im Festival) werden von „Kunstfilialleitern“ betreut, die die Abstimmung zwischen den jeweiligen Künstlern und Orten im „Kiez“ vornehmen, eigene Schwerpunkte setzen und einen eigenen „Kiezflyer“ erstellen. Ziel ist die Entwicklung von lokalen Künstlernetzwerken.

Die Arbeit des Projektteams 48 Stunden Neukölln wird begleitet von folgenden weiteren Gremien:

  • Große Runde
    monatliches Treffen der teilnehmenden KünstlerInnen und Mitveranstalter
  • Steuerungsrunde
    Hierin sind Vertreter Neuköllner Kulturinstitutionen und der KünstlerInnen vereint. Ziel: langfristige Planung und Richtungsentscheidungen
  • Kunstfilialleiterrunde
    Hier kommen die Verantwortlichen für die Koordination der einzelnen Kunstfilialen zusammen, um über konkrete Fragen der Umsetzung und die Festlegung von Themen und Schwerpunkten zu beraten.

Leistungen Team 48 Stunden Neukölln

Das Projektteam 48 Stunden Neukölln übernimmt folgende Aufgaben:

  • Koordination und Vernetzung der teilnehmenden Orte und Künstlerinnen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Fundraising für Grundfinanzierung und PR
  • Projektanträge für Sonderreihen im Rahmen des Jahresthemas
  • Koordination der Arbeit der Kunstfilialen
  • Beratung und Begleitung von Projektanträgen im Rahmen des Festivals
  • Redaktion und Erstellung der Homepage und der festivalrelevanten Printmedien (Programmheft, Plakate, Sonderflyer)
  • Beratung der TeilnehmerInnen bei Fragen etwa der Antragstellung, Orts- und Künstlersuche
  • Organisation und Durchführung der „Große Runden“
  • Für rechtzeitig angemeldete und mit ausreichenden Informationen ausgestattete Veranstaltungen werden beim Ordnungsamt kostenlose Genehmigungen eingeholt. Dies betrifft die Ressorts Lärm/Licht, öffentliches Straßenland, Grünflächen und Hoch-/Tiefbau. Die Auflagen des Ordnungsamts sind für die Mitveranstalter bindend.