48-Stunden-Neukölln

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Willkommen bei den 48 Stunden Neukölln 2012

Endstation Paradies

In diesem Jahr orientieren sich die 48 Stunden Neukölln thematisch am 275. Jubiläum der Zuwanderung böhmischer Glaubensflüchtlinge nach (Böhmisch)-Rixdorf. Auf Einladung von Friedrich Wilhelm I. siedelten religiös verfolgte Familien nach Berlin über und bezogen ihr neu errichtetes Dorf am 15. Juni 1737.

Diese historische Erinnerung, die exakt mit dem Festivalzeitraum zusammen fällt, veranlasst uns zu fragen, wie sich die Zuwanderung nach Neukölln seit 1737 ausgewirkt hat. Wie funktioniert das Zusammenleben von Menschen diverser Religionen und Kulturen in der Praxis? Haben die unterschiedlichen Generationen der immer wieder neu nach Neukölln Kommenden ihr privates Glück oder gar ihr „Paradies“ hier gefunden? Warum kommen in den letzten Jahren so viele international agierende Kreative nach Neukölln – und wie verändert sich dadurch das Leben im Stadtteil?

Vom 15. bis 17. Juni 2012 laden die 48 Stunden Neukölln Sie ein, an Berlins größtem Kunst- und Kulturfestival Anteil zu nehmen.

Unser Programm, das die Sparten Bildende Kunst, Theater, Tanz und Performances, Lesungen, Führungen und Feste abdeckt, können Sie ab Mitte Mai auf dieser Homepage erkunden. Am Festivalwochenende werden die Straßen, Plätze, Kleingärten und Parks sowie Galerien, Theater, Ateliers und Stadtteilläden, Kneipen, Privatwohnungen und viele andere, oft unerwartete Orte bespielt und laden dazu ein, Nord-Neukölln und die zahlreichen Kulturangebote flanierend zu erkunden.

Neukölln wurde in seiner Geschichte häufig totgesagt. Vor 15 Jahren erschien der Spiegel-Artikel „Endstation Neukölln“, der soziale Probleme und gesellschaftliche Verwahrlosung beschrieb und ein Ende der Zivilisation in Neukölln prophezeite. Seit kurzer Zeit mehren sich dagegen Medienberichte über die geradezu paradiesischen Zustände im kommenden „Trendbezirk“. In der öffentlichen Wahrnehmung steht Neukölln zwischen Fegefeuer und Paradies. Im Festival finden vor Ort ansässige und internationale Künstlerinnen und Künstler einen Rahmen, ihre Sichtweise zu schildern.